Erlebnispfad Hain

wir brechen an diesem schönen Samstag im Februar auf, um uns mal wieder auf eine kleine Reise rund ums Thüringer Meer zu begeben und Euch zu zeigen, dass unsere Region zu jeder Jahreszeit etwas reizvolles und wunderschönes hat.

Da es noch recht früh ist, beschließen wir uns in der Stadtinformation Rudolstadt den Flyer zu holen, der uns die verschiedenen Stationen unserer heutigen Wanderung zeigt, sodass wir nur der Eule folgen müssen, um eine Menge Spaß zu haben und hoffentlich viel zu erleben.

Wir suchen uns „unterm Hain“ einen Parkplatz und marschieren gut gelaunt bei Sonnenschein los.

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Das ist das perfekte Wetter für eine Tour. Sonne ohne Ende, aber noch recht kühl, dafür sind wir aber dick eingemummelt.

Wir laufen Richtung Heidecksburg, eine ziemlich imposantes Schloss, in dem die Grafen und Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt wohnten.

Der Hain ist ein Waldstück oberhalb des Schlosses, welches früher zur Erholung und zur Jagd diente. Wir finden hier überall Bänke auf denn man kurz ausruhen kann & einen herrlichen Blick über die Stadt hat. Aber wir sind ja gerade mal los gelaufen.

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Wir folgen dem Pfad und sehen die ersten Überreste aus vergangenen Zeiten. Einen alten Wasserspeicher. Ein Stück weiter erfahren wir das sich früher hier eine „Straße“ befand.

Es wurden schwere Wagen von Pferden gezogen um die Herrschaften mit allen erdenklichen Gütern zu versorgen. Wie gut das es heute Autos gibt, denn selbst zu Fuß geht es hier ganz schön bergauf und wir wollen uns nicht vorstellen wie es den armen Pferden ging.

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Wenn wir nicht wüssten das es noch Winter ist, könnte man meinen es wäre gerade Herbst, so viel Laub wie unter unseren Füßen raschelt und hier und da ein paar Vögel aufschreckt.

Bis zur Löwenbank sind es nur ein paar Meter. Diese wurde zu Ehren von Ludwig Friedrich II von den Rudolstädter Bürgern aufgestellt, weil er sehr am Wohlergehen seiner Untertanen interessiert war.

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Sogar die über 200 Jahre alte Inschrift kann man noch erkennen bzw. erahnen. Weiter geht es über einen „Schießstand“ zum „Backofen“, hier wird Eure Fantasie benötigt, aber die Stationstafeln helfen uns auf die Sprüngen und lassen eindrucksvolle Bilder aus vergangenen Zeiten in unseren Köpfen entstehen.

Station 7 gefällt uns besonders. Hier schließen wir für ein paar Augenblicke unsere Augen und lauschen in die Natur um das Gehörte zu erraten, was wir als sehr spannend empfinden. In der heutigen Zeit sind wir ja sonst permanent von künstlichen Geräuschen umgeben…ob Radio oder Fernsehen… irgendwo dudelt es immer.

Und hier….“NICHT´S“ … außer Natur und der beginnende, sich langsam nähernde Frühling voller Vogelgezwitscher.

Wir erfahren über einen „Zeitraffer“ wie die Bäume wachsen und einige andere spannende Dinge. Man kann, muss aber nicht, einen kleinen Zusatzweg von 1 km gehen, auf welchem zusätzliche Stationen warten.

Einen Weg zur ehemaligen alten Eiche und zur Himmelsleiter mit ihren 336 Stufen… viel Spaß beim erklimmen.

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Zurück über das „Tiroler Haus“ erreichen wir wieder den Barfußweg, den wir bei den heutigen Temperaturen aber mal auslassen und uns statt dessen eine kleine Stärkung gönnen. Denn die selbstgemachten Sandwiches von Johannes schmecken besonders gut, dazu ein Schluck heißen Tee und wir können gut gestärkt weiter gehen.

An der Georgseiche machen wir Musik. Es klingt gar nicht so eigenartig wir angenommen. Durch die Röhren, durch die der Baum normalerweise Wasser aufnimmt, fließen nun unsere Trommelschläge und erhellen den ganzen Wald mit ihren hohen Vibrationen. Wenn man im Takt schlägt, kann man sogar eine Melodie erraten.

Probiert es auf jeden Fall mal aus, wir hatten unsere Freude dran, ob groß oder klein.

Durch den Schwarzwinkel gehen wir zurück durch ein geheimnisvolles Tal. Früher gab es hier eine Quelle. Dieses Wasser wurde später in der örtlichen Brauerei zum Bier brauen verwendet. Heute jedoch ist sie ausgetrocknet und Bier wird schon lange nicht mehr gebraut.

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Auch die Überreste der bereits erwähnten Handelsstraße entdecken wir, als wir das Laub zu Seite schieben. Sie war wohl einmal gepflastert mit Rinnen rechts und links für die Wagenräder.

Kurz vorm Baumgarten heißt es wieder die Fantasie anregen und das „rote Haus“ erahnen. Zum Ende des Pfades kommen wir zum „Projekt – Bäume des Jahres“, wie wir finden eine tolle Idee.

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Noch einmal genießen wir im Schlossgarten der Heidecksburg den herrlichen Blick über die Stadt und machen uns nach ca. 6 km zufrieden auf dem Heimweg.

So haben wir wieder einmal einen Tag in der Natur verbracht um eine anstrengende Woche hinter uns zu lassen und uns mal wieder um uns zu kümmern, was leider manchmal viel zu kurz kommt.

Man muss aber nicht weit verreisen um einen kleine Urlaub zu machen und auch viel Geld ausgeben muss man nicht, denn … Abenteuer mit der Familie in der Natur kosten nur den Mut immer wieder neue Wege zu gehen.

Eure Janet

 

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Hinab in die Unterwelt

mystisch & faszinierend

Schon früher wurde der Mensch von Grotten & Höhlen angezogen, dienten sie schon seit Jahrtausenden als Verstecke, Behausungen und vieles mehr.

Auch heute noch kann man in ihnen eine Zeitreise erleben, denn hier wird die Geschichte der Erde gespeichert.

Erforscht mit Euren Kindern die von Wasser geprägten Farben und Formen und geht mit uns unter die Erde.

Als wir uns zur Saalfelder Höhe aufmachten, waren wir doch sehr erstaunt, dass sich die „weiße Pracht“ auch Schnee genannt hier oben schon so breit gemacht hat. Aber im November sei das schon mal erlaubt. Toll anzusehen, dieses weiße Puder, wie es die Wiesen und Pflanzen wie eine Glasur überzogen hat. Die Sonne lässt alles im Glanz erscheinen und es funkelt als hätte jemand von oben Diamanten verstreut.

Bezaubert von der Natur halten wir auf dem Parkplatz der Morassina Grotte.

Hierher eingeladen hat uns Hans Morassina, „Welcher“ uns auch sehr freundlich mit Kolleginnen und Kollegen empfängt.

Wir schauen uns ein wenig um und stellen schnell fest, hier bekommt man viele unterschiedliche Dinge geboten. Zu aller erst kosteten wir das Grottenwasser, welches leicht süßlich schmeckt und nicht zu vergleichen ist mit Leitungswasser, sondern angenehmer im Geschmack.

Der kleine Shop im Hauptgebäude ist liebevoll mit allerlei Selbstgemachten hergerichtet. Bei dem Winterwetter kam der heiße, spezielle Kräutertee genau richtig welcher uns gleich zu Beginn gereicht wurde. 🙂  Mmmhhmm lecker.

Wohlig von innen gewärmt streifen wir uns und unserem Junior ein  Zwergenmäntelchen über, um gut geschützt das Unbekannte zu erkunden. Im Vergleich zu Draußen ist es aber hier überhaupt nicht so kalt wir ursprünglich erwartet.

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In der Grotte selbst herrscht eine konstante Temperatur von 7° C, was sich sehr angenehm anfühlt, auch wenn man das jetzt beim lesen kaum glauben mag.

Wir dringen also ein in das Dunkel, bis „Hans“ eine kleine Lampe einschaltet.

Was sich uns hier JETZT bietet ist kaum in Worte zu fassen. Ein absolutes Schauspiel der Natur. Stalagtiten von oben und Stalagmiten von unten so farbenprächtig und unglaublich schön. Namen wie Stahlblaue Grotte, Fantasiegrotte und Rokokogrotte lassen nur gering erahnen was für eine faszinierende Zauberwelt hier vor uns vorliegt.

Je weiter wie die Grotten erkunden und „Hans“ uns die Geschichte zur Entstehung nahe bringt, um so mehr sind wir begeistert.Wenn man sich überlegt, das bis Mitte des 19. Jahrhunderts hier Alaunschiefer abgebaut wurde und Alexander von Humboldt den Abbau durch neue Methoden hier 1792 revolutioniert hat .

Erst 1951 entdeckte man die Eingänge wieder, das heißt über 100 Jahre wurde die Grotte vergessen und konnte in aller Ruhe ihre Schönheit entfalten.

Auch heute noch kann man hier die Einzelheiten des Bergbaugeschehens kennen lernen, denn an die bizzare Grottenwelt schließt sich der Altbergbau an, hier wird deutlich unter welchen Bedingungen die Menschen früher ihren  Lebensunterhalt verdient haben. Sehr hart, entbehrungsreich und mit minimalen Mitteln wurde hier täglich gearbeitet und auch Kinder mussten schon mit ran.

Wieder wird uns bewusst wie gut es uns heute eigentlich geht, auch wenn man dies oft nicht zu schätzen weiß und der Mensch anfangen muss umzudenken, damit wir auch noch lange etwas von unserer Natur haben.

Ein Angebot weckte besonders unser Interesse, hier lernt man wieder sich auf sein Gefühl und Gehör zu verlassen – weltweit einmalig:

Der SCHWARZE STEIGER, eine abenteuerliche Dunkelführung durch die Grotte.

Im  Stockfinsteren durch Grottengänge tasten ohne auch nur einen Lichtstrahl und sich auf seine Sinne zu verlassen ist ein tolles Angebot.

„Hans“ führte uns durch die farbenprächtigste Untertagefazination die wir je gesehen haben, hier findet man  Ruhe und Entspannung….und man kann herrlich entschleunigen, weit weg vom Trubel und Stress des Alltags.

Besonders für Menschen mit Atemwegserkrankungen aber auch gegen Hautleiden kann man hier etwas tun oder sich einfach mal eine kleine Auszeit gönnen, was ja bekanntlich allen ab und zu einmal gut tut.

Auch rund um die Grotte  gibt es einiges zu erleben, aber das entdeckt Ihr am besten selbst.

Wieder mal ein Ausflug der besonderen Art an einem besonderen Ort, durch die Menschen die hier verantwortlich sind und die herrliche Natur unserer Umgebung am Thüringer Meer.

Wir hatten viel Spaß und hoffen Ihr besucht diesen wundervollen Ort auch bald einmal. Wir werden das auf jeden Fall noch öfters tun.

Zum Abschluss sage ich, wie es sich hier gehört:

 

Glück auf

Eure Janet

 

 

 

Hoch hinaus…

Nur einmal kurz anhalten, hieß es, da wir in der Therme einen Gutschein kaufen wollten.

Aber dabei bleibt es ja meistens nicht, wie Ihr sicherlich schon festgestellt habt.    🙂

Also schlenderten wir noch ein bisschen in Bad Lobenstein herum, vorbei an dem Markt Höhler, der aber geschlossen hatte, denn es war ein  Montag.

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Ein interessantes Schild haben wir aber dann an der Scheibe der Eingangstür entdeckt. Das könnte doch mal ein Schulausflug werden, einer der ganz besonderen Art:

Über einen schmalen Weg gelangen wir immer höher und höher, über die Dächer der Stadt, wie als würden wir den Himmel bezwingen.

Plötzlich stehen wir vor einen kleinem Haus mit Museumsschild, aber da ja Museen montags immer geschlossen haben, gehen wir weiter, nachdem wir uns die Deko vorm Haus angeschaut haben, sehr simpel aber originel… das richtige für meinen Bauerngarten.

Ein Stückchen weiter die Straße hoch hat man einen schönen Blick über die dazugehörige Anlage mit zwei Türmen, diese erinnert uns ein wenig an eine ehemalige Burganlage.

Ein wenig betrübt machen wir uns auf den Rückweg, da das Wetter ja heute nicht ganz so einladend ist. Als wir wieder am Eingang vorbei laufen, stellen wir fest, dass Leute aus dem Museum kommen, da es wohl doch geöffnet hat.

Also nix wie rein da…wir haben Glück, denn Herr Stöhr, der sich kurz vorstellte, bietet sich an uns eine kleine Privatführung zu geben. Da sagen wir doch nicht nein. Als wir den Eintrittspreis von der netten Kassendame erfahren, glaube wir erst uns verhört zu haben, aber die Familienkarte kostet tatsächlich nur 4,50 €, Wir finden das ist ein sehr fairer Preis.

Gut gelaunt erläutert uns Herr Stöhr die Geschichte der Anlage und das eine oder andere Geheimnis der Türme.

Wie sich herausstellte hat unser Führer in unzähligen Stunden und mühevoller Kleinarbeit die Burganlage nachgebaut. Dafür hat er jede einzelne Zinnfigur von Hand gegossen und bemalt.Was für einen Meisterleitung „Respekt“.

Das Außengelände lässt er uns dann alleine erkunden.

Wie viele Stufen es dann durch den Turm bis zur Plattform sind, wissen wir nicht, aber unser Gefühl sagt „viele“.

Auch wenn dieser Tag grau und niselig ist, eröffnet sich uns hier oben ein fantastischer Blick über die Kurstadt. Das hatten wir nicht erwartet. Fernsicht vom Feinsten.

Wer möchte nutzt das Fernglas um noch weiter in die Ferne zu schweifen.

Nach einigen Minuten hier oben pfeift uns der Wind immer stärker um die Ohren und es es wird ziemlich kalt und ungemütlich, so geht es für uns die vielen Stufen wieder nach unten.

Hier wollen wir natürlich noch das Museum in Augenschein nehmen, denn hier haben viele Menschen aus der Stadt und der Region Geschichte zusammen getragen.

Auch hier sind wir abermals erstaunt, was es für groß und klein zu entdecken gibt. Eine Tiegelpresse, an der unser Sohn eine Postkarte von Hand drucken konnte und einen riesigen Webstuhl, feine Sachen zum ausprobieren, fragt einfach beim freundlichen Personal nach.

Im zweiten Obergeschoss kann man noch einiges über die Geschichte von Bad Lobenstein erfahren, aber das würde hier und jetzt den Rahmen sprengen und ein bisschen Spannung soll ja erhalten bleiben.

Wenn Ihr einmal vor Ort seid, schaut einfach rein, alle Mitarbeiter arbeiten hier ehrenamtlich aus Liebe zum Museum und ihrer Stadt, was sehr deutlich in der Gästebetreuung rüber kommt.

Übers Jahr verteilt finden hier immer Aktivitäten statt, wie …Zinngießen für Kinder, ein Wollmarkt und sogar einen Adventsmarkt gibt es hier.

Wir sind wieder einmal erstaunt, was ein Tag am Thüringer Meer für Erlebnisse bereit hält.

Aber dazu muss man seine Schuhe anziehen und raus vor die Tür, dann ist der halbe Weg schon geschafft.

Eure Janet

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Indian Summer am Thüringer Meer

Wir haben die Natur vor der Haustür und es lohnt in jedem Fall, sich auf den Weg zu machen um diese zu entdecken. Wiesen, Wälder und alles was da draußen auf uns wartet, wird mit viel Phantasie von den Kindern erobert.

Vielleicht solltet Ihr mal wieder selbst zu einem Kind werden oder das was in Euch wohnt ein bisschen wachrütteln 🙂

Dies fällt uns Eltern oftmals schwer, uns ganz darauf einzulassen neben Job und der Hetze im Alltag.

Aber dem Zauber des Herbstes mit seinem eindrucksvollen bunten Farbspiel müssen wir einfach folgen und ihn erkunden.

Als wir auf dem Parkplatz des Ebersdorfer Landschaftspark ankommen, scheint es so, als werden wir bereits erwartet 🙂

Überall zwischen den bunten Blättern wimmelt das Leben und lässt uns vor Staunen sprachlos verharren.

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Wir verschaffen uns auf der Karte am Eingang erst einmal einen kleinen Überblick und stellen erfreut fest, dass hier monatlich Führungen stattfinden und das ganz unentgeltlich.

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Die Bäume haben hier schon eine Vielzahl ihrer Blätter verloren, was sehr hübsch auf den kleinen Alleen aussieht. Man hat das Gefühl über einen bunten, raschelnden Teppich zu spazieren.

Der Weg führt uns vorbei an der Orangerie. Hier finden im Sommer oftmals Hochzeiten statt. Auch kann das Objekt für größere Feierlichkeiten gemietet werden, sollte die Party mal etwas größer ausfallen und die heimische Wohnstube zum Platzen zu bringen.

Die Jahre, in dem das Schloss nun schon leer steht, haben deutliche Spuren hinterlassen und lässt es etwas düster aussehen.

Überall im Park befinden sich schöne, liebevoll geschnitzte Wegweiser und wir haben die Qual der Wal welchen Pfad wir einschlagen sollen ….

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Wir entscheiden uns in Richtung Teehäuschen zu gehen, da man schon vom weitem einen tollen Spielplatz sehen kann und unser Sohn bereits losgespurtet ist.

Dieser ist mit Spielgeräten von heute und gestern ausgestattet, was sich als schöne bunte Mischung herausstellt. Einige der Geräte lassen uns sofort an unsere eigene Kindheit denken. Deshalb ist die Freude ist groß, dass wir unserem Kind zeigen können wie ein Spielplatz zu unserer Zeit ausgesehen hat, als wir in seinem Alter waren, sodass jetzt hier erstmal eine Pause zum toben einlegen 🙂

Direkt am Spielplatz befindet sich eine herrliche Wiese auf der man im Sommer sicherlich ein tolles Picknick machen kann uns seine Kinder immer im Auge hat.

Dahinter befindet sich das kleine schnuckelige Teehäuschen mit herrlichem Blick in den Park und auf die fantastisch gefärbten Bäume.

Das nächste Ziel sollte das Teichhäuschen sein, wir folgen also der geschnitzten Ausschilderung und sind ehrlich gesagt ziemlich überrascht, wie groß der Parkt doch ist. Man hat oftmals den Eindruck mitten in einem großen Waldgebiet zu sein. Nach wenigen Schritten stößt man dann wieder auf ein neues Detail des Parkes.

Auf unserer „kleinen“ Reise entdecken wir wieder allerhand:

Vor allem die dort ansässige Schule hat es unserem Junior besonders angetan.

Die Kinder haben, glauben wir, den tollsten Schulhof, den wir jemals gesehen haben. Nicht nur das sich hier ein kleiner Spielplatz befindet, sondern das die Kinder direkt im Park sind und der Pausenplatz in den Park übergeht. Herrlich so seine Pausen zu verbringen, da wird es bestimmt nie langweilig und man ist direkt in der Natur.

Pilze, Blätter, Bäume und jeden Menge Verstecke….unfassbar schön. Sogar eine kleine Freilichtbühne gibt es hier, wo sicherlich der ein oder anderer sein Talent darstellen kann.

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Dies war sicherlich nicht der letzte Besuch hier. Der Park hält noch viele interessante Ecken und Abenteuer bereit. Wir haben uns vorgenommen im Frühling wieder zu kommen und dann haben wir unsere große Decke und Picknickkorb dabei und werden den Rest erkunden, wenn wir denn jemals vom Spielplatz wegkommen 😉

Probiert es selbst aus und genießt den Herbst.

Eure Janet

Eigentlich nur ne´kleine Hunderunde

Eigentlich sollte es an diesem diesigen Morgen nur ein kleine Runde mit dem Hund werden…. das dies zu einem Marsch von ca. 20 km ausartet war uns nicht wirklich bewusst und so auch nicht geplant 🙂

Wir starten am Naturcamping Plothental in Ziegenrück…denn als Camper hat es uns dieses Wochenende zum Summer Closing dorthin verschlagen.

Der Weg gestaltet sich heute etwas umgepflügt, offensichtlich hat man hier vor kurzem erst den Wald beräumt und war noch nicht ganz fertig damit. Auf jeden Fall steigt uns gleich der wohltuende Geruch von gesägten Holz in die Nase.

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Wir laufen über einen kleinen Kamm oberhalb von Ziegenrück. Da aber auch hier die Bäume noch in den herrlichsten Farben schillern, erhaschen wir nur gelegentlich einen Blick über die Stadt.

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An der Kirche nehmen wir den ausgeschilderten Kirchsteig nach unten, vorbei an der Draisinestrecke. Hier erwarten uns mit Liebe restaurierte Häuser. Auch das offensichtlich alte Pfarrhaus wird gerade wieder aufgehübscht. Das Gebäude gegenüber, aus dem Jahre 1610, wurde bereits restauriert und die vielen Details erstrahlen in neuem Glanz.

Auch an vielen anderen Ecken der Stadt gibt es an den Häusern einiges zu entdecken, man muss nur die Augen offen halten, Schnitzereien, kleine Holzkutschen und allerhand Herbstdeko versetzten uns immer wieder in Erstaunen.

Selbst die Bushaltestellen sind hier liebevoll gestaltet.

Sogar einen Wegweiser in den hohen Norden finden wir, aber das Nordkap nehmen wir besser ein anderes Mal in Angriff 🙂

Am Drebagrund befindet sich eine tolle historische Scheunenzeile und auf der anderen Straßenseite zeigt uns der Herbst sein besonderes Farbenspiel.

Wir laufen in Richtung Burg oder auch Kemenate genannt, welche sich in Privatbesitz befindet und in deren Kellern ein vorzügliches Met gebraut wird, von außen ein sehr stattliches Gebäude.

Hinter der Burg geht eine kleine Schiefertreppe nach unten in den Burgwall, durch diesen gelangt man fast einmal rund um die Kemenate und wieder auf den Weg Richtung Innenstadt.Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über den Ort.

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Auch auf dem Rückweg entdecken wir wieder an jedem Haus etwas Besonderes und man merkt das sich die Menschen hier viel Mühe gegeben haben um Ihren Ort ein besonderes Flair zu geben.

Da wir ja „nur“ eine Hunderunde gehen wollten, waren wir sehr froh im Hotel am Schloßberg einen Kaffee und Kakao zu bekommen um uns für den Rückweg zu stärken.

Langsam hat sich die Sonne auch zwischen den dicken Wolken durch geschoben und frisch gestärkt haben wir noch keine Lust zurück zu gehen.

Also nutzen wir das Wetter und wollen uns auch noch die  Millionen Jahre alte Schieferspalte von Ziegenrück anschauen.

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Wahnsinn was die Zeit und die Gezeiten hier erschaffen haben. Einmal mehr kommen wir uns vor wie mitten in Skandinavien.

Der vor uns ausgeschilderte Wanderweg verspricht einen sagenhaften Ausblick über einen Teil des Thüringer Meeres. Also nichts wie los.

Nach dem auch unser Junior noch Lust zum Wandern hat, erklimmen wir den nächsten Berg, direkt an der Saale auf einem abgelegenen Wanderweg, der sich als nicht wirklich benutzt herausstellte.

Wir kämpfen uns durch Brombeeren und Geröll und die ein oder andere Beere dient als Snack für zwischen durch.

Über den Ilsenblick scheint schon lange keiner mehr gelaufen zu sein. Somit haben wir diesen Teil des Weges ganz für uns alleine. Dafür haben wir hier einen spektakulären Blick über Ziegenrück und seine Umgebung.

Zurück ins Tal, vorbei an einer Schutzhütte und der Marienquelle, folgen wir dem Weg nach unten, sodass wir schließlich wieder der Strandpromenade ankommen.

Dort lädt das Cafe Saalestrand zum verweilen ein.

Und unter uns gesagt…ein kleines Eis geht doch immer 🙂 Hhhhmmmm das war ziemlich lecker und nur zu empfehlen, solltet Ihr hier mal in der Nähe sein…unbedingt anhalten, denn auch der Kuchen sieht zum anbeißen aus.

Auf dem Weg zum Campingplatz laufen wir unter dem Viadukt der stillgelegten Bahnstrecke hindurch, auch hier kann man den Weg nach oben gehen und wir wären nicht wir, wenn wir das nicht tun würden.

Wir werden unverhofft Zeugen des Schauspiels, wie sich die Draisine auf den Schienen entlang quält, im Schweiße des Angesichts ihrer Bediener. Und einmal mehr bekommt der Begriff „fahren wie auf Schienen“ aus deiner Autowerbung eine neue Bedeutung.

Und für alle kleinen und großen mutigen Entdecker lohnt sich der Gang durchs große, schwarze Ungewisse um neue Pfade zu entdecken….aber Taschenlampe nicht vergessen.

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Mit vielen Kilometern in den Füßen und einer Menge Bildern im Gepäck treten wir die letzten Meter an….den Kaffee und den Kuchen haben wir uns heute echt verdient und das Gegrillte heute Abend wird uns besonders gut schmecken.

Das herzliche und engagierte Team vom Campingplatz hat ein Lagerfeuer organisiert und so lassen wir diesen erlebnisreichen Tag ausklingen…. auch eine große Schüssel Stockbrot haben unsere fleißigen Gastgeber bereitgestellt, so das wir unser Abenteuer mit einem warmen Feuer und dem leckeren Brot ausklingen lassen.

Ein perfekter Tag für mich, für uns…

„für mich gibt es nichts Besseres als ein toller Tag mit meiner Familie“

Eure Janet

 

Geheimnissvolles Töpfersdorf

Sonntag Nachmittag, die Sonne schein, der Himmel leuchtet im sommerlichen Blau….das beste Herbstwetter für einen Ausflug.

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Unsere kleine Tour beginnt fast vor der Haustür…folgt uns heute zur Kirchruine Töpfersdorf.

Wir machen uns von Pößneck Richtung Herschdorf auf. Durch das kleine beschauliche Örtchen Hütten gelangen wir über die L1107 an einen Feldweg, hier weißt uns ein Wanderschild schon die Richtung.

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Gleich zu Beginn wird uns auch hier wieder bewusst , wer dem Stress des Alltags einmal entfliehen möchte, sollte raus in die Natur. Einmal tief durchatmen und Frischluft tanken hilft ungemein.

Überall sehen wir wie der Herbst seine Spuren hinterlässt.

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Wir laufen und laufen und genießen und merken nicht einmal dass wir den Abzweig verpasst haben 🙂 Aber das ist uns an diesem wundervollen Herbsttag auch ziemlich egal.

Gehen wir eben die paar Meter wieder zurück und naschen ein bisschen was wir so gefunden haben.

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Gleichzeitig nutzen wir den heutigen Ausflug um einige Blätter für das Schulprojekt unseres Sohnes zu sammeln, das Anlegen eines Herbariums.

Dabei merken wir, das wir wohl seit unserer Schulzeit einiges vergessen oder gar verdrängt haben, denn im Laubbäume bestimmen sind wir zwei Oldies keine Meister.

Wir versuchen also ein wenig zu mogeln und sind heilfroh das es hier einen Naturlehrpfad gibt 🙂 und genau so einen brauchen wir heute.

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Mit vielen Blättern und den dazugehörigen Früchten der Bäume im Gepäck machen wir uns wieder auf die Suche nach der Ruine.

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Die Pfade sind ziemlich bewachsen und ich glaube immer noch nicht, das es sich hier um den richtigen Weg handelt, denn hier ist es wie im Urwald. So viel unberührte Natur im Dornröschenschlaf und das direkt vor der Haustür.

Vor uns taucht nun etwas versteckt eine Schutz- und Infohütte auf. Dahinter stehen einsam einige Mauerreste.

Wir haben die Kirchruine entdeckt.

Das hier einmal bis zu 14 Häuser gestanden haben sollen  kann ich kaum glauben. Es ist ein steiler, dicht bewachsener Hang, gerade groß genug für die Kirche.

Die Mauern der Kirche sind noch gut erhalten.Das Dorf soll um 1166 gegründet worden sein, doch heute zeugen nur noch wenige Steine davon.

Umfangreichen Keramikfunde lassen auf rege betriebene Töpferei schließen, wodurch der Ort zu seinem Namen kam. Der Ort soll im Bruderkrieg (1446-1451)zerstört worden sein und im 16. Jahrhundert war er bereits verlassen. Im Jahre 1630 wurde der Ort wieder aufgebaut aber leider im 30 jährigen Krieg (1618-1648) abermals zerstört.

Erst im Jahre 1688 wurden ein paar Häuser wieder errichtet. Bis ins Jahr 1850 war eines der Häuser noch bewohnt.

Jetzt finden sich nur noch Reste der im gotischen Stil erbauten Kirche. Außerdem sind ein alter Keller , einige Grundmauern und eine Brunnenstube vorhanden.

Wir haben über diesen geheimnisvollen Ort recherchiert aber leider nicht wirklich etwas herausgefunden. Eine Karte oder eventuell eine alte Zeichnung, wie es hier mal ausgesehen hat, hätte uns brennend interessiert.

Nach einer ausgiebigen Besichtigung und einem Picknick auf einer Lichtung machen wir uns langsam auf den Heimweg. Und so geht auch dieser schöne Nachmittag zu Ende, getreu dem Motto:

NUR WO DU ZU FUSS WARST, BIST DU AUCH WIRKLICH GEWESEN. (Goethe)

Und wer weiß wo es uns das nächste Mal hinverschlägt. In unserer App auf unser Thüringen – Meer erleben warten noch eine Menge Ziele auf ihre Entdeckung.

 

Bis bald

Eure Janet

Abenteuer Schwarzatal

für unser neues Abenteuer begeben wir uns in eines der ältesten Naturschutzgebiete Thüringens, 53 km lang mit einer Landschaft wie aus einem Märchenfilm.

Wir wollen Euch heute wieder mitnehmen auf ein kleine Reise an unser Thüringer Meer.

Vom Bad Blankenburger Wehr machen wir uns auf, um unberührte Natur zu entdecken.

 

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Wir laufen in Richtung Schwarzburg und es scheint ein heißer Tag zu werden, aber unter den Bäumen sollte uns das nix ausmachen. Ab und zu können wir erahnen, wie die Sonne auf das Blätterdach drückt, immer dann wenn die Sonnenstrahlen, wie ein Vorhang aus Licht, zwischen den Bäumen auftaucht.

 

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Überall wachsen Pflanzen von immenser Größe, worunter man sich gut verstecken kann.

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Nachdem wir gelesen hatten, dass man in der Schwarza Gold finden konnte, waren wir natürlich gut darauf vorbereitet, um auch einmal unser Glück zu versuchen. An einer schönen, flachen und zugänglichen Stelle legen wir los. Allerdings war das Wasser ganz schön zapfig (kalt)

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Aber nix da…jetzt waren wir hier und wollten auch Gold suchen. Unser Junior hatte extra sein Sieb eingepackt, um wie ein richtiger Goldsucher die Schätze aus dem Fluss zu bergen.

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Soviel Glück, wie manch anderer in der Vergangenheit, hatten wir dann doch nicht. Aber gefunden haben wir zumindest „weißes Gold“, was seit vielen Jahrzehnten hier schlummert.

Kleine Porzellanstiefel & Reste von Tellern und Schüsseln, die bestimmt eine lange Geschichte zu erzählen haben, wurden im Laufe der letzten Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte von den Porzellanfabriken am Oberlauf der Schwarza bis hier her gespült. Auch heute noch kann man mit viel Glück diese Schätze bergen.

Gut abgetrocknet machen wir uns auf den Weg zum Ebertstein. Hier wird uns das Ausmaß des Kerbtales am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges so richtig bewusst.

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Hoch aufgetürmte Felsen durchbrechen immer wieder den Wald und beinahe scheint es, als ob die Bergkuppen um uns herum von verwunschenen Burgen und verfallenen Schlössern gesäumt sind. Doch beim näher kommen finden wir zerklüftete Klippen und steile Felswände. Fast meint man in den moosbewachsenen Gebilden eine Zauberwelt zu finden.

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Durch das Moos sieht alles sehr heimelig aus, wie mit einem grünen Teppich ausgelegt. Und so manche Stelle lässt uns nach versteckten Trollen oder ähnlichen Waldgeistern suchen. Sind es etwa deren Burgen und Schlösser die überall zwischen den Bäumen auftauchen?

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An einem steilen Hang steht ein Schild, dass uns darauf hin weißt, das wir hier JETZT hoch müssen….Puuuuhhhh.

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Aber die einzigartige Landschaft und die langsam gold gefärbten Blätter lenken uns ein bisschen vom Weg ab, sodass wir gut voran kommen und doch überrascht sind, wie schnell wir den Bergkamm erreichen. Immer wieder begegnen wir Rehen und anderen scheuen Waldbewohnern, doch leider waren sie genauso schnell verschwunden wie sie unseren Weg gekreuzt haben.

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Nach einem aufregendem Aufstieg, bei welchem die tolle Landschaft immer wieder neue Überraschungen für uns bereit hält sind wir fast am Ziel – vor uns steht er nun der Ebertstein:

ein kleines Jagdschloss, welches 1844 im maurischen Ruinenstil erbaut wurde und heute durch einen Verein verwaltet wird.

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Früher wurde es „Saugarten“ genannt, weil hier bis 1918 Wildschweine gehegt und gejagt wurden. Von diesem, auf einem Bergsporn in einer der unzähligen Flussschleifen gelegenen Bergkuppe hat man einen fantastischen Ausblick.

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Für den Rückweg nehmen wir den zweiten Fußweg, dieser ist nicht ganz so schwer gängig wie der Hinweg, aber genauso reizvoll.

Wir kommen an einer kleinen Höhle mitten im Stein vorbei und fragen uns was hier wohl einmal gewesen ist.

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Nach ca. 2,5 Stunden erreichen wir wieder das Blankenburger Wehr und genießen die Sonne und das Rauschen des Wasserfalles. Und wenn man sich ruhig verhält kann man auch die ein oder andere Forelle in der Strömung sehen.

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Eine tolle Strecke für heiße Sommertage um frische Luft zu tanken und einfach nur draußen zu sein. Spaß muss nicht immer was kosten. Also geht raus und entdeckt das Abenteuer.

Eure Janet

Im Land der tausend Teiche

auf der Suche nach einer schönen Badestelle, hat es uns an einem schönen Nachmittag ins Land der tausend Teiche verschlagen und wir waren uns ziemlich sicher hier fündig zu werden.

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Da es sich hier aber auch um ein Naturschutzgebiet handelt wollten wir nicht einfach irgendwo rein springen und eventuell Tiere stören, denn von diesen soll es hier sehr viele geben, sogar Eisvögel…. diese haben wir aber leider nicht vor die Kamera bekommen.

Stattdessen sind wir dem Naturlehrpfad gefolgt und haben wieder viel über die Umgebung gelernt und die Geschichte der Teiche gelernt. Fragetafeln regen Kinder zum mitmachen und mitraten an.

 

Es gibt hier einen sehr gut ausgebauten Weg, welcher uns an verschiedenen Teichen entlang führt, einer schöner als der andere…. Natur pur zum Entspannen und das Draußen genießen.

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Vorbei geht es am Pfahlhaus, das schon ziemlich raffiniert aussieht, auf seinen Stelzen. Dort gibt es auch eine Bank die zum Verweilen einlädt, mit einem herrlichen Blick über den Hausteich.

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Wie Ihr seht wieder einmal Natur ohne Ende und wir können gar nicht genug davon bekommen, und wisst ihr Ihr was das Beste daran ist???  Es kostet NICHTS!
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Zum Baden sind wir dann auf den Campingplatz gegangen, hier gibt es einen schönen Spielplatz wo man sich so richtig austoben kann.

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Aber auch ins Wasser haben wir es dann noch geschafft, denn die Badestelle liegt direkt am Spielplatz und auch eine kleine Liegewiese ist dabei.

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Besonders gefreut hat sich unser Kind über den tierischen Schatz im See. So etwas haben wir noch nie gesehen. Wir waren ganz überwältigt von der Größe dieser Süßwassermuschel.

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Und so ging für uns mal wieder ein wunderschöner Ausflugsnachmittag zu Ende, mit der Gewissheit unserem Kind die Schönheit der Natur näher gebracht zu haben 🙂

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Hierher kommen wir bestimmt bald wieder.

Eure Janet

 

 

Auf den Spuren des Mittelalters

Was tut man, wenn die Wetterfrösche Sonne Sonne Sonne …..ansagen?

Das das Beste für uns, ein Tag am Meer 🙂 an unserem Thüringer Meer.

Bevor wir allerdings zum kühlen Nass kommen, haben wir einen Abstecher zur

Wysburg geplant.

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Noch nie gehört? Wir auch nicht.

Die App “unser-Thüringen ” lässt ein wenig erahnen wohin wir wollen – ein Schätzchen im Wald versteckt…eine Burganlage. Genauer gesagt, die Reste davon – mit viel Geschichte.

Leider war es nicht so einfach diese sagenumwobene Ruine zu finden. Ein kleiner Tipp: Im Örtchen Weisbach gibt es ein Hinweisschild, folgt man diesen kommt man auf einen Parkplatz von dem aus es nun zu Fuß weitergeht.

Auch bei bereits gefühlten 40 Grad, lässt es sich hier wunderbar aushalten.

Man läuft durch einen Wald und fühlt sich wie im Auenland . Mooshügel ziehen sich entlang des Weges, tiefe Schluchten links und rechts des Weges haben unseren Respekt, bei dieser Höhe.

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Nach ein paar Gehminuten öffnet sich vor uns eine Lichtung…….hier ist sie also die Wysburg aus dem 13. Jahrhundert.

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Wir sind völlig überrascht, über dieses gut erhaltene Stück Geschichte. Hier steckt viel Arbeit und Herzblut und unzählige Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder dahinter, so eine Anlage anschaulich darzustellen und zu rekonstruieren. Es ist ihnen auf jeden Fall eindrucksvoll gelungen.

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Infotafeln geben überall einen Einblick in längst vergangene Zeiten.

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Solltet Ihr mal wieder nicht wissen wohin mit Euch am Wochenende dann raus in die Natur und erkundet eure Nachbarschaft.

Ein kleiner Tipp:

Gleich um die Ecke (nur wenige hundert Meter weiter) gibt es noch einiges mehr zu entdecken. Aber das findet Ihr schon selbst heraus.

Es gibt nichts Besseres, was Ihr Euren Kindern vermitteln könnt, als mit offenen Augen die Welt erleben und zu entdecken. Worauf wartet Ihr noch?

Entdeckt mit mir gemeinsam das “Thüringer Meer”.

Hier bald me(e)r 🙂

Eure Janet

Christian Hupel´s Rennsteigtour 2011

An dieser Stelle möchten wir nicht nur unsere eigenen Reise-Eindrücke aus der Region rund ums Thüringer Meer präsentieren, sondern auch die Berichte und Erzählungen von euch. Nur durch die Augen der Besucher und der Menschen, die hier herkommen, hier leben oder auf der Durchreise sind kann man die Vielfalt des Thüringer Meeres am besten wiedergeben.

 

Es ist zwar schon eine Weile her, aber trotzdem möchten wir euch heute Christians Bericht nicht vorenthalten.

Montag, 16. Mai 2011

Rennsteigtour 2011

Die Idee war ganz einfach – Ich wollte nach meiner miserablen Premiere vor 9 Jahren, den Rennsteig-Wanderweg noch einmal abfahren – diesmal aber bei schönem Wetter. Da über Oster 3 volle Tage zur Verfügung standen, bat es sich an, auch noch die „Zubringeretappe“ nach Blankenstein im Sattel zu bewältigen. Begeistern konnte ich mit meiner Idee Karsten (der die Idee auch schon hatte), Thomas (der eh immer alles mitmacht) und das Jörg-Quadrat (J2). Mit den Familien von Jörg W. und Jörg M. hatten wir gleich zwei nette Übernachtungsmöglichkeiten im schönen Thüringer Wald vor Ort zur Verfügung.

Nach einer kleinen 40 km-Einroll-Etappe von Jena nach Pößneck und der anschließenden Knoblauch-Pasta-Party am Donnerstag Abend, waren wir fit für das Abenteuer „Rennsteig“.

Früh 9Uhr trafen wir uns am Bahnhof Pößneck und begannen die Tour. Wie verrückt strampelten wir bergauf an der Burg Ranis vorbei und rollten auf der anderen Seite hinunter nach Ziegenrück. Ab hier folgten wie dem Saale-Orla-Radweg, der sich neben der Saale durch die Täler schlängelt und grandiose Ausblicke auf eine teils unberührte Landschaft bot. Manchmal glaubten wir in einem fremden Land zu sein, und hätten doch in 2 Stunden wieder daheim sein können. Thüringen hat schon ganz schön viel zu bieten – das steht schon mal fest!

Auf Schloß Burgk wurde die erste größere Rast gemacht. Im Burg-Lokal gab es vom Eisbecher, über Kartoffelpuffer und Kinderteller bis hin zum Seniorengericht für jeden die richtige Mahlzeit. Natürlich durfte dabei ein gescheites Radler nicht fehlen! Die lustige Bedingung ist hier nicht auf den Mund gefallen und ließ sich auch von uns 5 gesprächigen Kerlen nicht aus der Fassung bringen. Respekt!

Von hier aus führte uns der Saale-Radwanderweg weiter bis nach Blankenstein – dem originalen Startpunkt des Rennsteigs. Was sich auf der Karte so leicht ablesen lässt, muss in Realität ganz schön gestrampelt werden. Immer wieder führte der Weg vom Saaleniveau hinauf auf die Höhe um gleich wieder hinab zum Saaleufer zu fallen. Mit ersten Erschöpfungsanzeichen kamen wir also in Blankenstein an. Nach altem Brauch soll man einen Stein von der Werra bis zur Saale tragen, um ihn dort in dieser zu versenken. Da wir die ganze Strecken verkehrt herum fuhren, transportierten wir 5 Steine einfach wieder zurück zur Werra!

Rund 180 km purer Rennsteig-Wanderweg lagen noch vor uns. Bis zur Familie Walther in Brennersgrün waren es zum Glück aber nur noch 20 km – diese jedoch fast ausschließlich bergan! Vom Saaletal kurbelten wir uns mühsam über Wurzeln und Blätter auf die ersten Anhöhen hinauf und hatten teils tolle Blicke in das umgebende Land! Die Sonne brannte, unsere Lungen auch – eine perfekte Vorbereitung für die sich anschließende kleine Grillfeier bei Walters. Herzlich wurden wir hier empfangen, mit frischer Nahrung versorgt und abends in die Betten verstaut.

Tag 2 unserer gemeinsamen Radl-Tour begann mit einem leckeren Frühstück, welches die müden, geschundenen Glieder wieder zum Leben erweckte. Ab hier waren es ca. 70 km bis zu unserem Tagesziel in Stützerbach. Da wir uns an den originalen Rennsteig hielten und nicht auf den gut fahrbaren Radwanderweg auswischen, hatten wir das Vergnügen über gefühlte 1 Million Wurzel und Steine zu fahren und dabei unserer Hände und Arsche übelster Wackelei auszusetzen. Seit Langem war das mal wieder eine richtige Geländetour. Jippi!

Der Rennsteig ist einer der wenigen Wanderwege Deutschlands, der sich permanent auf einem Höhenzug befindet und sich somit immer zwischen 500 und 1000m Höhe aufhält. Immer und überall hat man zwischen den Bäumen hindurch einen tollen Blick in die Ferne. Auf der linken Seite (Richtung südwest) erkannte man die Rhön in der Ferne und nach Nordosten hin schauten wir ewig in der Thüringer Becken hinein. Highlights auf dieser Tour von Brennersgrün nach Stützerbach waren der Altvaterturm – ein Denkmal für Heimatvertriebene, die Umgebung von Neuhaus (dem Start des Rennsteiglaufs), wo wir leckere Krapfen aßen, und natürlich das „Tor zur Hölle“.

Diese Geländepassage hat einfach alles, was sich ein erfahrener Mountainbiker wünschen kann und verlangt ihm allerdings auch einiges ab! Durch einen tiefen Hohlweg geht es vom Skilift in Masserberg hinunter Richtung Neustadt a.R.. Überall sind Wurzel, steile Stufen und Sprünge, Kurven und Treppen. Dazwischen sprangen noch ein paar Wanderer aus unserem Weg und zeigten erstaunte Gesichter, als wir an ihnen „vorbeiflogen“. Hingeflogen ist dort zum Glück niemand.

Irgendwann kamen wir dann in mein ehemaliges Trainingsgebiet nahe Ilmenau – zwischen Neustadt und dem Dreiherrenstein kennt man sich aus, wenn man an der TUI studiert hat. Wir fuhren bis zum „Bahnhof Rennsteig“ und kehrten Minuten später bei Familie Mämpel in Stützerbach ein.

Auch hier wurden wir wieder freundlichst empfangen und wir hoffen, wir benahmen uns auch dementsprechend gut. Nach leckeren Nudeln mit Pesto und einem Bierchen waren wir alle knülle und sehnten uns dem Bett entgegen. Besonders spannend fande unseren Besuch das kleine Enkelkind der Familie, die immer zwischen den Rädern herumsprang und langsam „auftaute“ als wir leider wieder fahren mussten.

Nach der morgendlichen Quälerei hinauf auf den Rennsteig folgte ein weiterer schöner Geländetag mit dem Radl, der uns bis nach Eisenach führen sollte. An der Schmücke – wo es bei meiner letzten Tour vor 9 Jahren geschneit hatte! – fuhren wir vom Originalweg ab, um auf den Schneekopf zu kommen. Dies ist die einzige Stelle des Thüringer Waldes, die über 1000m hoch ist (dank Turm). Weiter ging es nach Oberhof. Hier merkten wir das erste Mal richtig, dass Ostern war, denn wir schlängelten uns durch Tausende von Touristen. Und Thomas´ Klingel lief zu Hochtouren auf. Auch auf dem Inselsberg war viel Betrieb. Thomas und ich schafften sogar den steilen Aufstieg hinauf bis zum Turm. Yes! Danach folgte eine der überhaupt besten Abfahrten in Thüringen. Vom Inselsberg geht es kilometerlang über Stock und Stein abwärts, zwischen dicken Touris hindurch und an Bäumen vorbei. Öfters sprangen die so trägen schwabligen Laiber der ostereierfressenden Möchtegerm-Wanderer flink vom Weg, wenn unsere – einer wilden Büffelherde ähnelnde – Radgruppe heranbrauste und eine dunstwolke hinter sich herzog. Was der Überlebensinstinkt selbst bei Menschen mit einem BMI von über 30 für Schnelligkeit erzeugen kann…fantastisch! 😉

Auch hier blieb jeder der beteiligten Radler auf seinem Ross und meisterte die schwierigen Passagen bravourös. Die klitzekleine Überbrückungs-Strecke von einem Trail zum nächsten nutzte Jörg W. – oder nennen wir ihn aus Intimitätsgründen einfach J. Walther – um sich mal gepflegt auf die Fresse zu hauen. Gerade in dem Teil, der so anspruchsvoll war, wie der Bürgersteig vor der Eisdiele, verlor J.W. die Kontrolle und rollte dropsig über die rechte Seite ab, was einiges ihn an Blut kostete.

Nach einem Schalthebelbruch bei Jörg M., einem Schaltzugriss bei Karsten, und einem vergessenen Helm bei Thomas war dies das Unglückshighlight unserer Tour. Obwohl Jörg sich fortan Mühe gab dies zu ändern, indem er sich fast vor dem Biergarten und noch einmal auf dem Trail hinlegte. Der Name „Kwak, der Fahrrad-Bruchpilot“ kommt ja nicht von Ungefähr! 😉

Nach 323 km kamen wir schlussendlich alle gemeinsam in Eisenach am Bahnhof an und waren ganz schön kaputt! Es war eine supertolle Tour durch eine phänomenale Landschaft und das Wetter war einfach nur perfekt! Wir danken dem Wettergott, dass er uns diesmal mit Schnee und Dauerregen verschont hat. Natürlich gibt es auch für die beiden Familien vom Jörg-Quadrat ein großes Dank für Speis und Trank – und für die Unterkunft und gute Gesellschaft.

 

Vielen Dank an Christian für den Bericht von seiner Rennsteigtour. Mehr über Christian erfahrt ihr in seinem Blog unter http://katjaundchrisaufreisen.blogspot.de/

Eingestellt von Christian Hupel um 11:52

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